Digitalisierung

Internetkonsum von SeniorInnen

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Das Internet ist schon lange keine Neuheit mehr und wird von vielen Deutschen tagtäglich verwendet. Dennoch bleibt auffällig, dass in Statistiken eine altersbedingte Kluft zwischen den Benutzerinnen und Benutzern deutlich wird. Menschen unter 60 benutzen das Internet regelmäßig, ältere Menschen allerdings umso weniger. 

Viele Seniorinnen und Senioren besitzen ausführliche Erfahrungen im Umgang mit Medien wie dem Fernsehen und dem Radio. Vom Internet fühlen sie sich im Gegensatz oft überfordert und benutzen es dementsprechend seltener. 

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In Zeiten, in denen viele Bereiche des alltäglichen Lebens digitalisiert werden, bleibt diesen Menschen die Teilhabe verwehrt. 

Milestone Productions Redaktion

Warum wird das Internet von älteren Menschen oft abgelehnt?

Dass ältere Menschen das Internet konsequent ablehnen, ist ein Irrtum. Selbstverständlich sind auch ältere Menschen bereit, das Internet zu verwenden, auch wenn die Zahlen von jüngeren und älteren Internetbenutzern stark auseinandergehen. 

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Die online-Inaktivität ist allerdings nicht unbedingt gewollt: 38 Prozent (mit steigender Tendenz) der über 60-jährigen würden sich gerne mehr am Internetgeschehen beteiligen. Trotz bestehender Bedenken sehen sie den digitalen Wandel als Chance an. So halten auch 44% der über 60-jährigen das Internet für die beste Erfindung, die es je gab. 

Zwar wird deutlich, dass in den letzten Jahren auch mehr ältere Menschen das Internet vor allem für Recherche und E-Mail-Kommunikation benutzen. Bei denen, die dies nicht tun, steigt die Distanz und die Vorbehalte gegen das Internet jedoch zunehmend. 

Wenn SeniorInnen keine Kentnisse im Umgang mit dem Internet haben, hilft es immens, Unterstützung anderer anzunehmen.

Menschen ohne Kenntnisse im Bereich Elektronik und Internet sind oftmals auf die Unterstützung anderer angewiesen. Vorrausetzung hierfür ist allerdings, dass sie diese Hilfe erbitten und auch annehmen, sowie zugeben, dass sie in diesem Bereich eine Wissenslücke haben. Vor allem letzteres kann vielen Menschen schwerfallen. Oft fühlen sie sich trotz ihrem über Jahrzehnte gesammelten Wissen den jüngeren Generationen unterlegen, da es für ihre Erfahrungen in der digitalen Welt nur geringe Anwendungsmöglichkeiten gibt. 

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Wo liegen die Vor- und Nachteile der Benutzung von digitalen Medien nehmen Seniorinnen und Senioren wahr?

In einer globalen, vernetzten und zunehmend unüberschaubaren Welt kann das Internet eine gute Unterstützung sein. Das wissen auch ältere Mitmenschen. Im Allgemeinen sehen Ältere dieselben Vor- und Nachteile der Digitalisierung wie alle anderen Deutschen, stehen dieser jedoch aufgrund der wahrgenommenen Risiken skeptischer gegenüber. In der bereits zuvor erwähnten DIVSI Studie wird eine 52-Jährigen zitiert: „„Ich höre ein Fremdwort, das ich nicht kenne, das geb’ ich in mein iPad ein und zack hab’ ich die Erklärung!“ Vor allem sehen sie die Vorteile der Digitalisierung im Bereich Gesundheit, Straftatenverfolgung und in der Vernetzung des Straßenverkehrs. 

Doch das Internet ist auch ein verwirrender, überfordernder Ort: die riesige Bandbreite an Webseiten mit nützlichen, über absurden, bis zu gefährlichen Inhalten belegen immer wieder, dass man sich am besten vorsichtig und aufmerksam durch das Internet navigieren sollte. Knapp die Hälfte der über 60-jährigen sind oft skeptisch über die vorhandenen Risiken, den Umgang mit persönlichen Daten im Internet, misstrauen Sozialen Medien oder haben Angst vor dem digitalen Wandel

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Viele erkennen darüber hinaus keinen Nutzen in der Verwendung des Internets. Außerdem empfindet knapp die Hälfte der über 80-jährigen das Internet als zu kompliziert und hat Angst etwas falsch zu machen. Auch hier festigt sich die Kluft zwischen jüngeren und älteren Menschen: jüngere Menschen berichten davon, dass die Internetbenutzung zunehmend einfacher wird. Sie entwickeln ein tiefes Verständnis für das Internet und digitale Geräte und können dies intuitiv verwenden. 

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